Online Marketing

YouTube Anzeigenformate im Überblick

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6 Min. Lesedauer - Veröffentlicht am 24/05/2022

Alles begann mit Elefanten. Das erste YouTube-Video zeigt zwei gemütliche graue Tiere im Zoo, nach 19 Sekunden ist der Clip vorbei. Mitte Februar 2005 registrierten die Gründer Chad Hurley und Steve Chen die Seite YouTube.com und legten so das Fundament für das heutige Video-Imperium. Was ursprünglich als Experiment geplant war, entwickelte sich in den letzten 17 Jahren zu einer der erfolgreichsten Videoplattformen weltweit. Täglich werden Videos mit einer Gesamtdauer von über einer Milliarde Stunden wiedergegeben und das in 80 verschiedenen Sprachen. Somit bildet YouTube mehr als 25% des gesamten weltweiten mobilen Datenverkehrs. 

Wie bereits in dem letzten Artikel deutlich wurde, wird YouTube als Werbeplattform immer attraktiver. Als Anschluss an den ausführlichen Blogbeitrag bezüglich des Veröffentlichen von YouTube Ads inklusiver Schritt – für Schritt Anleitung, knüpft der folgende Beitrag an die Vielfalt der YouTube Anzeigenformate an. 

Anzeigenformate auf YouTube – Wo werden die Ads platziert?

Grundsätzlich spricht man von sechs unterschiedlichen Anzeigenformaten, welche alle differenzierte Werbemöglichkeiten auf YouTube bieten. Die Platzierung dieser Anzeigen unterscheidet sich, die Inhalte können auf YouTube, als auch im Displaynetzwerk von Google und somit auf Websites sowie in Apps von Google-Videopartnern, ausgeliefert werden.

Überspringbare In-Stream-Anzeigen 

Der Name des Formats nimmt bereits vorweg, welche kennzeichnende Eigenschaft die Anzeige hat: Der Nutzer hat die Chance nach fünf Sekunden den Inhalt zu überspringen.

Trotzdem bietet diese Art der In-Stream-Anzeige grundsätzlich die Möglichkeit ein Video mit einer Dauer von maximal drei Minuten zu publizieren. Dieses Format eignet sich vor allem für dich als Werbetreibenden, wenn du die Absicht hast Videoinhalte vor (Pre-Roll), während (Mid-Roll) oder nach (Post-Roll) anderen Videos auszuspielen. Die Ads können sowohl auf Computern, als auch Laptops, Mobilgeräten, Fernsehern oder sogar Spielekonsolen veröffentlicht werden. Du hast die inhaltliche Freiheit Call-to-Actions (CTA) oder auch Overlay Texte zu deinem Video hinzuzufügen. 

Wichtig zu wissen ist, dass erst Kosten anfallen, sobald der Viewer die Anzeige mindestens 30 Sekunden lang anschaut oder mit den Inhalten interagiert. Für dich als Werbetreibenden ist somit vorteilhaft, dass das finanzielle Risiko geringer ist, demnach bietet sich YouTubes überspringbare Werbung vor allem für kleine Werbebudgets an. Außerdem kann dein Unternehmen eine breite Zielgruppe erreichen, da die Ads wahlweise auch an Google-Videopartner ausgestrahlt werden können. Bei der Gebotsstrategie “Ziel-CPM” (Cost-per-Mille, Tausender-Kontakt-Preis) erfolgt die Abrechnung nach Impressionen, somit nach jedem 1000. Aufruf.

Du solltest jedoch nicht vergessen, dass der Zuschauer die In-Stream-Anzeige überspringen kann. Dementsprechend sind die ersten Sekunden deiner Anzeige essentiell, um die Aufmerksamkeit des Users zu erlangen und ein mögliches Wegklicken des Werbeinhaltes zu vermeiden. Achte aus diesem Grund darauf keine komplexe Geschichte zu erzählen, sondern überzeuge den Nutzer mit kurzen, positiven Eindrücken. 

Überspringbare In-Stream-Ads – das Wichtigste zusammengefasst:

  • Überspringbare In-Stream-Anzeigen werden im YouTube Videoplayer abgespielt – vor, zwischen oder nach YouTube Videos
  • Nach 5 Sekunden kann der Nutzer die Ad überspringen.
  • Insgesamt kann die Anzeige bis zu drei Minuten dauern.
Überspringbare In-Stream Anzeigen
Überspringbare In-Stream Anzeigen

Nicht überspringbare In-Stream-Anzeigen

Das Prinzip ähnelt sich dem der überspringbaren In-Stream-Anzeigen, da auch hier Videoinhalte vor (Pre-Roll), während (Mid-Roll) oder nach (Post-Roll) weiteren Videos ausgespielt werden können. Der Unterschied zwischen den beiden In-Stream Formaten liegt allerdings darin, dass der Nutzer bei den nicht überspringbaren Anzeigen keine Möglichkeit hat die Werbeinhalte zu skippen. 

Die Werbeanzeige darf höchstens 15 Sekunden lang sein, diese maximale Dauer ist Voraussetzung dafür, dass die Videos des Werbetreibenden akzeptiert werden. Dabei sollte deine Kampagne ausschließlich das Ziel “Markenbekanntheit und Reichweite” avisieren. 

So wie bei dem zuvor besprochenen YouTube Anzeigetypen, hast du auch hier die Option zu dem Videoinhalt Call-to-Actions beizufügen. Der Vorteil des Formats liegt darin, dass man bei dem Zusammenstellen des Contents auf das Storytelling zurückgreifen kann und sich nicht auf die ersten Sekunden fokussieren muss. Die Zahlung erfolgt nach dem CPM.

Nicht überspringbare In-Stream-Anzeigen im Überblick:

  • Diese Anzeigen werden ebenso im Videoplayer vor, zwischen oder nach YouTube Videos ausgespielt. 
  • Eine nicht-überspringbare In-Stream Anzeige dauert maximal 15 Sekunden. Wie der Name schon sagt kann der User diese nicht überspringen.
Nicht-überspringbare In-Stream Anzeigen
Nicht-überspringbare In-Stream Anzeigen

In-Feed-Videoanzeigen

In-Feed-Videoanzeigen, oder auch Video-Discovery-Ads, ermöglichen dir eine konkrete Platzierung deiner Werbeinhalte neben ähnlichen YouTube-Videos, in YouTube Suchergebnissen, aber auch auf der Startseite von YouTube Mobile.

Der erste Blick des Nutzers richtet sich bei einer In-Feed-Videoanzeigen auf das Vorschaubild. 

Diese Art der YouTube Werbung setzt sich aus einem Thumbnail (Vorschaubild) und einem kurzen, übersichtlichen Schriftzug innerhalb einer gelben Box, zusammen. Nachdem der Nutzer das Titelbild anklickt, öffnet sich das Video auf der Wiedergabeseite und wird abgespielt. 

Beachte jedoch, dass die Größe der Anzeige je nach Position variieren kann. Kosten fallen in diesem Fall erst an, wenn der Nutzer die Anzeige aufruft. 

In-Feed-Videoanzeigen auf YouTube schalten:

  • In-Feed-Videoanzeigen werden neben anderen YouTube Videos im YouTube Feed platziert. 
  • Der Nutzer muss das Video aktiv anklicken. Anschließend wird es geöffnet und abgespielt. 
In-Feed-Videoanzeigen
In-Feed-Videoanzeigen

Bumper-Anzeigen 

YouTubes Bumper-Anzeigen weisen Parallelen zu dem Format der nicht überspringbaren In-Stream-Anzeigen auf. Denn unter anderem können die Inhalte im Videoplayer vor, während oder nach einem anderen Video angezeigt werden und dabei nicht vom Nutzer übersprungen werden. 

Der Unterschied liegt jedoch darin, dass sich Bumper-Anzeigen ausschließlich auf eine Werbedauer von sechs Sekunden beschränken. Demnach muss der Inhalt und die Intention der Ad komprimiert dargestellt werden. Auch hier entstehen ausschließlich Kosten, wenn der User mit der Anzeige interagiert. 

Bumper-Anzeigen auf YouTube: 

  • Bumper-Anzeigen ähneln nicht-überspringbaren In-Stream-Anzeigen, allerdings sind sie maximal auf 6 Sekunden beschränkt. 
  • Bumper Anzeigen erscheinen (ebenso wie In-Stream Anzeigen) im Videoplayer vor, zwischen oder nach YouTube Videos. 
  • Bumper Ads können nicht übersprungen werden.
Bumper Anzeigen
Bumper Anzeigen

Out-Stream-Anzeigen 

Dieses Format priorisiert die Erweiterung der Reichweite deiner Videoanzeigen auf Mobilgeräten, dadurch kann ein neues Publikum potenzieller Kunden angesprochen werden.

Die Besonderheit ist, dass Out-Stream-Anzeigen zunächst ohne Ton wiedergegeben werden, sobald der Nutzer jedoch mit der Videoanzeige interagiert wird die Stummschaltung aufgehoben. Wie bereits erwähnt, findet die Ausspielung der Out-Stream-Anzeigen ausschließlich auf Websites, sowie Apps von Google-Video Partnern statt. Folglich sind die Videoanzeigen nicht direkt auf YouTube verfügbar. Die Placements im mobilen Web zeigen sich in Form eines Banners, wohingegen in Apps zusätzlich die Möglichkeit besteht in Feeds, nativ, sowie im Hoch- und im Vollbildmodus auszustrahlen. Zusammenfassend bieten Out-Stream-Anzeigen den Vorteil eine weitlaufende Reichweite zu verhältnismäßig geringen Kosten zu steigern. Die Zahlung erfolgt nach CPM, jedoch muss der Nutzer das Video mindestens zwei Sekunden gesehen haben. 

Out-Stream-Anzeigen zusammengefasst:

  • Out-Stream Anzeigen werden zunächst ohne Ton abgespielt. 
  • Interagiert der User mit der Ad, wird Ton hinzugeschaltet.
  • Out-Stream Ads werden nicht direkt auf YouTube, sondern auf Websites & Apps von Google Video Partnern abgespielt. 
Out-Stream Anzeigen
Out-Stream Anzeigen

Masthead-Anzeigen 

Grundsätzlich ist dieses Format hervorragend geeignet, wenn dein Ziel ist ein neues Produkt oder eine Dienstleistung zu vermarkten, aber auch eine große Zielgruppe innerhalb kürzester Zeit zu erreichen. Masthead-Anzeigen werden im oberen Teil des Startseiten-Feeds des Users platziert und ziehen so die Aufmerksamkeit des Nutzers an. Jedoch sind Masthead-Anzeigen ausschließlich über einen Google Ansprechpartner reservierbar. 

Masthead-Ads auf YouTube schalten:

  • Masthead-Anzeigen werden auf YouTube ganz oben auf der Startseite des Users platziert. So wird maximale Aufmerksamkeit erreicht.
  • Masthead Ads lassen sich ausschließlich über einen Google Ansprechpartner buchen. 
Masthead Anzeigen
Masthead Anzeigen

Targeting-Möglichkeiten der Ads

Es gibt zahlreiche Targeting-Möglichkeiten, welche dir helfen die Zielvorhaben deiner Kampagne erfolgreich umzusetzen. Folgende Möglichkeiten bietet dir Youtube: 

  • Demographisches Targeting, so dass nach Informationen wie Alter, Geschlecht oder Familienstand gefiltert wird 
  • Interessen Targeting, hier unterscheidet man nach Zielgruppen mit gemeinsamen Interessen, aber auch kaufbereiten Zielgruppen, sprich Nutzer, die nach Produkten wie die des Unternehmens suchen. Durch die Zugehörigkeit YouTubes zu Google, sind die Interessen der User bereits bekannt
  • Sprache, Gerät und Endgerät wie beispielsweise Betriebssysteme oder Mobilfunkanbieter 
  • Placement Targeting, bedeutet die Ausrichtung auf bestimmte Videos, Kanäle, Websites oder auch Apps 
  • Topic Targeting richtet sich nach dem Targeten nach Themen wie Sport, Musik oder Autos
  • Unter Keyword Targeting versteht man, dass Inhalte vorgeschlagen werden, welche mit einem konkreten Keyword oder Suchbegriff zusammenhängen 
  • Anzeigen nach Remarketing auszurichten bedeutet, bereits bekannte Nutzer die in der Vergangenheit mit einem bestimmten Video interagiert haben, erneut auszuwählen

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